Schröpfen

Die Hautreizung mithilfe von Saugglocken ist als Mittel der Behandlung von Kranken so alt wie die Menschheitssgeschichte. Wir finden die Schröpftherapie in allen großen Kulturen. Von Hörnern über Kalebassen bis hin zu erhitzten Gläsern wurden alle Gegenstände genutzt, mit denen man ein Vakuum an der Haut herstellen konnte. Es gibt zahllose Überlieferungen dieser effektiven Therapie.

Schröpfbehandlungen sind als trockene oder blutige Anwendungen in ihrer reizsetzenden Wirkung bei akuten Verspannungen, Migräne und Stoffwechselerkrankungen förderlich. Bei akuten Schmerzsyndromen kann es zu deutlichen Verbesserungen und Entlastungen der Beschwerden kommen. Bei chronischen Erkrankungen kann mithilfe der Schröpftherapie eine verbesserte Stoffwechsellage hergestellt werden. Die Entgiftungsleistung vor allem von Leber und Nieren kann gesteigert werden, was zu einem größeren Wohlbefinden führen kann.

Ob eine trockene oder blutige Anwendung sinnvoll ist, wird vor Ort entschieden.

Neben den typischen Indikationen können Schröpfkuren vereinbart werden, wobei einmal wöchentlich über einen Zeitraum von 4-6 Wochen eine 20-minütige Schröpfbehandlung zur Anregung des Immunsystems durchgeführt wird.

copyright Anke Föh-Harshman, 2018